Occupy is back! Im Mai geht’s wieder los!

Vieles ist passiert, seitdem letztes Jahr die Jugend der Welt Blockupy-Logo
gegen Finanzdiktatur und für echte Demokratie
auf die Straße gegangen ist: zunächst wurden sie noch ignoriert, dann belächelt, doch die Forderungen dieser neuartig global vernetzten Bewegung finden immer mehr Einzug in die Parlamente. So strebt z.B. der neue Präsident Frankreichs, François Hollande, eine Reichensteuer von sagenhaften 75 % an, Ungarn führt eine Finanztransaktionssteuer ein (welche übrigens laut neuer EU-Studie langfristig positive Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung haben kann), Spanien verstaatlicht die viertgrößte Bank des Landes und die Piraten schaffen hierzulande immerhin eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema Transparenz in der Politik, was bei ausuferndem Lobbyismus gesellschaftlich eine sicherlich wünschenswerte Entwicklung ist.

Dass die in Aussicht stehende Erfüllung einige dieser Kernforderungen der 99 % sicher nicht ausreicht, zeigt ein Blick auf die dennoch immerhin prekäre Situation vieler Europäer: Griechenlands und Spaniens Wirtschaft bringt Europas weiter ins Straucheln, die Jugendarbeitslosigkeit auf dem Kontinent ist immer noch beschämend (diese Grafik ist auch ein möglicher Indikator für weitere Proteste und Unruhen), es wird immer noch menschenverachtend mit Lebensmitteln spekuliert (s. jüngstes Beispiel der Allianz-Versicherung) und der Club of Rome prophezeit eine düstere Zukunft (die wiederum auch wieder mit der mangelhaften Krisenbewältigung unserer Politiker zusammenhängt); von der maroden globalen Finanzarchitektur mal ganz zu schweigen.

Neben genannten Erfolgen und Krisen gibt es weitere Gründe, warum es diesen Monat zu einer Vielzahl von weltweiten Protesten kommen wird:
- in Spanien jährt sich am heutigen Sonntag zum ersten Mal der Beginn der Jugendrevolte von letztem Jahr. (zur Erinnerung)
- der (von Chicago nach Camp David verlegte) G8-Gipfel findet am 18.-19. Mai statt.
- am 20.-21. Mai veranstaltet die NATO ihren Gipfel in Chicago, begleitet von Protesten, die ungeahntes Ausmaß annehmen könnten.

- in Deutschland kommt es diesen Mi. bis Sa. zu Blockupy Frankfurt, welches trotz
diverser Verbote im Vorfeld, wohl ebenso stattfinden wird, wie die Aktionen heute in Berlin.
Bei diesem steigenden Druck auf die Führungselite und so genannten 1 % der Gesellschaft, werden die systemerhaltenden Mainstream-Medien gar nicht anders können, als darüber zu berichten (spätestens nach dieser Woche). Wer nicht länger auf die Berichterstattung warten kann, findet hier passende Livestreams und hier eine Karte mit den heutigen Aktionen.
Wer in Frankfurt diese Woche dabei sein (oder immerhin aus erster Hand informiert sein) möchte, ist hier an der richtigen Adresse, mit einer detaillierten Darstellung aller Aktionen vor Ort sowie auch in anderen Städten Deutschlands. Attac ist diesmal auch wieder mit von der Partie und
organisiert bereits fleißig
. Jeder, der kann, sollte es sich nicht entgehen lassen:

16. – 19. Mai : blockupy Frankfurt

17. Mai take the squares!
18. Mai Blockade Bankenviertel & Frankfurt fluten!
16. Mai Auftaktdemonstration
19. Mai Internationale Großdemonstration

Dieses Jahr geht es weiter!

mikrofairkel Tshirts! Jetzt bestellen!

BAM! Der 100. Artikel!

Anlässlich diesen großartigen Moments, gibt es jetzt für alle diejenigen, die weltretten ebenso dufte finden wie wir, für alle, denen grün einfach unglaublich gut steht, für alle, die auch zeigen wollen, dass ein kleines Fairkel in ihnen steckt und für diejenigen, die uns einfach unterstützen wollen …

mikrofairkel Tshirts!!!

Wir konnten die Felix Fechenbach Kooperative dafür gewinnen, den Versand für uns zu übernehmen. Vielen Dank dafür! Über deren Onlineshop könnt ihr das Shirt einfach bestellen und die Bezahlung abwickeln. Außerdem aktualisieren sie eine Liste mit den Buchempfehlungen für vertiefende Lektüre die wir hier posten.

Die Felix Fechenbach Kooperative ist eine politische Buchhandlung aus Lage in Lippe, welche auch politischen Merchandisekram vertreibt. Im heißen Herbst des letzten Jahres hatte sie z.B. auch den Versand von .ausgestrahlt für die großen Antiatomdemos übernommen.

Das Shirt ist von Earth Positive und sowohl aus 100% GOTS zertifizierter Biobaumwolle als auch von der Fair Wear Foundation zertifiziert. Weitere Siegel und Infos sind hier bei EP im Mission Statement einzusehen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Earth Positive auf jeden Fall nicht zu denen gehört, die sich 50% Biobaumwolle beimischen, sich irgendein windiges Biolabel selbst verleihen und dann auch noch mit Ökotest Werbung machen. Die Zertifizierungen GOTS und FWF zählen zu den strengsten ihrer Art. Das Shirt kriegt ihr zum Selbstkostenpreis von 10€, für Bearbeitung und Porto berechnet die FFK 4,5€.

Zur Rubrik von mikrofairkel.de im Onlineshop
Jetzt bestellen!

 

(Da der Onlineshop eigentlich für Bücher ausgelegt ist, müssen Größe und Schnitt im Bemerkungsfeld angegeben werden. Wenn eure Größe schon ausverkauft ist, lasst es uns wissen, wir drucken so schnell wie möglich nach.)

Mit dem Essen spielt man nicht – 2

Der vorletzte Artikel war zwar schon zu dem Thema, aber bei dem offenen Ende war ja ein Mehrteiler zu erwarten. Hier zum alten Artikel mit guter Einführung ins Thema Nahrungsmittelspekulation.

Da jetzt aktuell ein großes Bündnis aus Hilfs- und Kampagnenorganisationen eine Protestaktion zum Thema startet, wärme ich das auch noch mal auf. Also schließt euch Attac, Campact, Misereor, Oxfam Deutschland, Südwind-Institut, WEED und Welthungerhilfe an und fordert von Schäuble sich bei der anstehenden EU-Finanzmarktreform für eine stärkere Regulierung der Warentermingeschäfte einzusetzen! Mehr Transparenz an den Rohstoffbörsen! Investmentfonds komplett von den Agrarrohstoffbörsen verbannen!

“Auf europäischer Ebene besteht jetzt die Chance, das Geschäft mit dem Hunger zu stoppen. Das Recht auf Nahrung muss Vorrang haben vor den kurzfristigen Gewinninteressen der Finanzmarktakteure”, sagt Jutta Sundermann, Mitglied des Attac Koordinierungskreises.

Zur Unterschriftenaktion auf attac.de

Vielsagende kurze Reportage von Anfang 2010 (ORF)
“Damals hat es eine gute Dürre gegeben.”

Lebensmittelsiegel, was ist was?

Für viele Verbraucher geben sie den Ausschlag bei der Kaufentscheidung – obwohl kaum jemand weiß, wofür sie wirklich stehen: Bio- oder Gütesiegel sind für die Lebensmittelindustrie zu einem wichtigen Verkaufsinstrument geworden. In Umfragen bezeichneten Verbraucher beispielsweise Lebensmittel mit Biosiegel als sympathisch und qualitativ hochwertig. Über die Prüfkriterien wissen sie aber erschreckend wenig.

Für Hersteller bedeutet dies, dass sie mehr Ware verkaufen und sogar höhere Preise verlangen können, sobald sie ein Siegel auf ihre Produkte drucken. Auch deshalb wächst die Zahl der Lebensmittelkennzeichnungen in Deutschland – vom Ökosiegel mit strikten Standards für Bauern, Verarbeiter und Händler bis zu konzerneigenen Labels, die vor allem der Verkaufsförderung dienen. Das gute Geschäft lebt auch von der Unwissenheit der Verbraucher.

(Spiegel Online, 08.02.2012)

“Wem kann man noch trauen? In der Flut von fast hundert Öko-, Bio-, Qualitäts- und Fair-Trade-Logos verlieren selbst gut informierte Verbraucher die Übersicht.” Spiegel Online hat recherchiert und die Ergebnisse übersichtlich dargestellt. Ein interessanter Artikel für den ersten Einstieg. Hier die Zusammenfassung:

Bioland, Demeter, Naturland, Alnatura. Das ist sicherlich die Spitzengruppe der Bio-Siegel. Ihre Kriterien gehen weit über die Mindestanforderungen des staatlichen Bio-Siegels hinaus. Bei Alnatura z.B. müssen die Produkte zu 100% aus ökologischem Anbau stammen, die Bauern müssen vollständig auf künstlichen Dünger, Pestizide und gentechnisch veränderte Organismen verzichten und Tiere artgerecht halten. Teilweise werden auch Sozialstandards mit berücksichtigt und im Falle Demeters auch die gestaltenden Kräfte des Kosmos.

Deutsches/EU-Bio-Siegel. Das wohlbekannteste Bio-Siegel ist das Deutsche Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung, welches vermutlich in den nächsten Jahren durch das neue EU-Bio-Siegel abgelöst wird. Es ist grundsätzlich sinnvoll, wird aber noch als zu schwach angesehen. So dürfen 5% des Produkts aus konventioneller Erzeugung stammen. Für Dünger, Pestizide, Tierhaltung, Saatgut usw. stehen in der Verordnung einige Ausnahmen und Kann- statt Muss-Bedingungen geschrieben. Nichtsdestotrotz sind die Standards natürlich weit über konventioneller Erzeugung und die Kontrollen sind unabhängig und funktionieren angeblich gut.

Eigenmarken (B!O, BioBio, Rewe/Edeka Bio, Biotrend). Keines dieser Siegel geht wesentlich über die Mindestandards des staatlichen Siegels hinaus. Sie sind selbstvergeben und bieten keine zusätzlichen und verlässlichen Informationen.

Pro Planet. Ein Siegel was sich Rewe selbst verleiht. Kein wirkliches Bio-Siegel, vielmehr soll es laut Unternehmen Produkte kennzeichnen welche sich “durch ökologische und soziale Nachhaltigkeit auszeichnen”. Der Aufwand den Rewe mit diesem Siegel betreibt sowie auch die Zusammenarbeit mit unabhängigen Experten machen es zwar glaubwürdig, aber es bleibt selbstverliehen.

MSC. Siegel für nachhaltigen Fischfang. Wird für zu schwache Bestimmungen kritisiert. Hat angeblich aber immerhin ein gutes Kontrollsystem und damit einen Mindeststandard etabliert.

Rainforest Alliance. Sowohl für Umwelt- als auch Sozialkriterien. Beide allerdings sehr sehr schwach! Ein insgesamt wenig verlässliches Siegel.

Keine Bio-Siegel (QS-Prüfzeichen, Öko-Test, TÜV, DLG, Bewusst wählen). Alle diese Siegel sind keine Bio-Siegel und sollten nicht ernsthaft für eine Kaufentscheidung zu Rate gezogen werden! Ausgezeichnet werden teilweise Hygiene, Geschmack, ausgewogene Ernährung, Schadstoffe oder ähnliches. Bei keinem dieser Siegel geht es um ökologische oder nachhaltige Erzeugung. Darüber hinaus sind sie teilweise nicht unabhängig oder absolut undurchsichtig und unglaubwürdig. Als gefährlichsten Täuscher sehe ich hier vor allen Dingen Öko-Test.

Fairtrade-Siegel. Kein Bio-Siegel, es geht vordergründig um soziale Kriterien: Menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Schutz von kleinen Produzenten. Es gibt unabhängige Prüfungen. Meines Wissens eine der besten Garantien gegen Ausbeutung, Kinderarbeit und Sklaverei!

Viel Spaß beim shoppen mit anderen Augen!

(Mehr Infos im Artikel auf Spiegel Online.)

Mit dem Essen spielt man nicht!

Meine gesamte Kindheit lang, habe ich diesen Satz nie ganz verstehen können. Erst jetzt wird mir einiges klar… Das Hungerkasino, die Spekulation mit Nahrungsmitteln, ist einer der Gründe für den weltweiten Hunger! Dabei ist es doch kein Naturgesetz, dass aus systemrelevanten Gründen mit Nahrungsmitteln spekuliert werden muss, sondern schlichtweg das Ergebnis der Liberalisierung der Finanzmärkte in den letzten Jahren! Es besteht dafür überhaupt keine Notwendigkeit und dient nur der Gier der Finanzmärkte! Unsere Großeltern wussten es scheinbar bereits, wir sollten manchmal mehr auf sie hören!

Gutes Video zur Erklärung:

Avaaz schickt einen Protestbrief an Ackermann, hier unterzeichnen!

Unterzeichne ebenfalls den Protestbrief an Barclays, den Gewinner des Public Eye Awards 2012, einen der größten Spekulanten von Nahrungsmitteln.

Über diese kurzfristigen Stellungnahmen hinaus, wechsel verdammt nochmal endlich deine Bank und zieh dein Geld aus den Instituten, die damit auf Hunger wetten! Krötenwanderung jetzt!

Mitsprache beim Bau von Agrarfabriken!

Es ist mitunter fast amüsant, welche öffentlichkeitswirksame Augenwischerei gerade zu diesem Thema betrieben wird. Massentierhaltung wird von verschiedensten Politikern immer wieder an den Pranger gestellt, da wird diskutiert, wie der Einsatz von Antibiotika in der Mast kontrolliert und limitiert werden kann. Es wird z.B, sogar überlegt, zentrale Datenbänke zu schaffen, in welche Tierärzte eintragen sollen, wann sie an wen welche Medikamente abgegeben haben. Solche Maßnahmen wären zwar an sich nicht schlecht, gehen aber am Thema vorbei, wenn weiterhin der Bau von Tierfabriken, wie Mastanlagen und gigantischen Schlachthöfen, subventioniert oder erleichtert wird! Die Form von Landwirtschaft, die in solchen Anlagen betrieben wird, kommt schlichtweg nicht aus ohne Antibiotika! Man kann nicht erwarten, dass es möglich ist, extrem viele Tiere auf engstem Raum zusammenzupferchen, ohne dass sich Krankheiten in Windeseile verbreiten! Abgesehen davon ist es mit strengerer Aufzeichnung von abgegebenen Medikamenten ohnehin nicht getan, da es leider gängige Praxis ist, einen bestimmten Wirkstoff zu einem offiziellen Zweck abzugeben, im Endeffekt aber für etwas ganz anderes, ggf. sogar bei einer ganz anderen Gruppe von Tieren, einzusetzen. Und man muss sich einmal vor Augen führen, dass der übermäßige Gebrauch von Antibiotika Menschenleben gefährdet. Deshalb muss zu allererst eine einheitlichere Linie von Seiten der Regierung her!

Ein weiteres Beispiel für diese Art von Politik ist, dass auch immer wieder diskutiert wird, ob das Kupieren der Schwänze von Schweinen verboten werden sollte- Fakt ist aber, dass sie sich diese sonst gegenseitig aus Langweile und vielleicht auch Verzweiflung abfressen würden. Man schreibt sich also auf die Fahne, sich für den Tierschutz einzusetzen, was aber in Wirklichkeit keineswegs der Fall ist.

Ein Gesetzesentwurf liegt bereits vor, der den Kommunen mehr Mitspracherecht beim Bau von Mastanlagen geben soll. Ein Vorhaben dass den Forderungen unzähliger Bürgerinitiativen entspricht. Lokale Bürgerinitiativen die sich gegen Tierquälerei, Gestank, erhöhtes Verkehrsaufkommen, Grundwasserverseuchung, Lebensmittelskandale und eine Umwandlung unserer Agrarlandschaft in Industriegebiet einsetzen.

Diese Gesetzesnovelle wäre ein wichtiger Wegbereiter zu einer tier- und letztendlich auch menschenfreundlicheren Landwirtschaft. Nun hat aber Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) angekündigt, vermutlich auf Druck der Agrarlobby, einen entsprechenden Gesetzentwurf zu blockieren. Ihre Glaubwürdigkeit wird nicht unbedingt von der Tatsache unterstützt, dass sie noch vor 2 Wochen in Berlin zum Besten gegeben hat, dass Deutschland „Taktgeber in Europa“ in Sachen Tierschutz sei…


Scheinbar aber nicht ohne unser zutun:

Heute endet die Mittzeichnungsfrist einer öffentlichen Petition an den Deutschen Bundestag. Noch schnell mitzeichnen!

Campact hat ebenfalls bereits über 115000 Unterschriften gesammelt. Hier den Appell an Aigner, Ramsauer und Röttgen unterschreiben.

Da die Massentierhaltung auch global schwerwiegende Folgen hat und sich die Monokulturen für das notwendige Tierfutter immer weiter in den Regenwald fressen, sammelt auch Rettet den Regenwald Unterschriften für die Gesetzesänderung. Hier das Protestschreiben unterzeichnen.

Darüber hinaus sollte man sich mal ganz ehrlich fragen, inwiefern man Tiere essen muss, deren einfachste Bedürfnisse nie auch nur in irgendeiner Art und Weise Beachtung gefunden haben?!

Tauschen, leihen und mieten 2.0

Da gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen, Sebastian Backhaus hat eine schöne und ausführliche Liste von Online Tausch-, Leih- und Miet-Plattformen zusammengestellt: Tauschen, leihen und mieten 2.0

Von alten Bekannten wie Kleiderkreisel, Mitfahrgelegenheit und Couchsurfing über UrbanAcker und Meine Ernte bis hin zur Mitesszentrale sind viele interessante Links zu finden und zu ergänzen.

Leider noch nicht aufgenommen ist der Abfallspiegel (lokal tauschen und verschenken).

Public Eye Awards 2012

!!! Abstimmung nur noch bis 26. Januar 23:59 Uhr möglich !!!

Nur noch 24 Stunden Zeit für die Abstimmung über den fiesesten Konzern des Jahres! Die Public Eye Awards haben im Vergleich zum letzten Jahr schon einen enormen Zulauf bekommen. Für einen Negativpreis ist das wohl gleichbedeutend mit einer Erhöhung des Preisgeldes. Also noch einen Tag um den Konzernen das zukommen zu lassen, was sie verdienen, schnell abstimmen!

Nominiert sind dieses Jahr Syngenta, Freeport, Vale, Barclays, Tepco und Samsung.

Hier die Nominierungsvideos:

Public Eye Awards 2011

McDonalds und die Agrarindustrie

Ich wollte noch mal auf den Markencheck hinweisen der jetzt jede Woche montags um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen ist. Das schöne Konzept Markencheck, das ursprünglich nur beim WDR angesiedelt war und z.B. Tchibo und Ferrero getestet hat, ist jetzt mit den Blockbustern Lidl, McDonalds und H&M (nächsten Montag) bei der ARD an den Start gegangen. Und hatte damit gleich beim ersten Mal sensationelle Einschaltquoten, sehr erfreulich!

Für alle die es noch nicht gesehen haben, diese Woche war McDonalds an der Reihe. Wie ich fand, noch etwas zu weich angegangen, von den Auswirkungen hinter unseren Landesgrenzen leider keine Spur, aber seht selbst:

Massentierhaltung wird nur am Rande erwähnt, aber es wird klar, McDonalds kann nicht ohne die moderne und unwürdige Agrarindustrie. Nach den McDonalds Kriterien werden 19 Hühner auf 1m² gepfercht, “das System beruht auf maximaler Ausbeutung der Tiere”. Bei der Eierwahl greifen wir immer häufiger zur Freilandhaltung, bei der Wahl des Fast Foods tun wir uns da leider noch etwas schwer!

An den gesetzlichen Bestimmungen muss sich dringend etwas ändern! Die Politik darf sich nicht mehr von der Lobby der Agrarindustrie einlullen lassen und muss den Rahmen für eine gute Landwirtschaft schaffen. Eine Landwirtschaft die nicht flächendeckend Antibiotika einsetzt und dem Menschen resistente Krankheiten auf den Hals hetzt. Eine Landwirtschaft die das Tier wie ein Lebewesen behandelt. Eine Landwirtschaft ohne Gentechnik. Eine Landwirtschaft für die Zukunft, im Einklang mit dem Planeten. Dafür können wir diesen Samstag auf die Straße gehen! Ein breites Bündnis lädt unter dem Motto “Wir haben es satt” zur Demo nach Berlin, alle Infos hier Die Rednerliste verspricht viele gute Redebeiträge und Musik gibts von Dota und den Stadtpiraten.

10 Gute Vorsätze für die eigene Nase

Nach einer kleinen Winterpause meldet sich mikrofairkel.de wieder zu Wort. Nachdem wir alle den Dezember damit verbracht haben jeden Tag ein Video des mikrofairkel-Adventskalenders zu gucken, sind wir ja alle voller Tatendrang für das anstehende Jahr und weit darüber hinaus! Der Brauch sich zum Jahreswechsel gute Vorsätze zu machen ist da doch ein hervorragender Anlass die Empörung auch in die Tat umzusetzen. Jede und jeder einzelne kann ein Menge für die Umwelt, unsere Gesellschaft und unser aller Zukunft tun! Man muss nur irgendwann auch damit anfangen! Wer will sich schon später vorwerfen lassen, fleißig dabei gewesen zu sein, den Karren “Menschheit” bzw. den Karren “Planet Erde” (wider besseren Wissens) vor die Wand gesetzt zu haben? Nur weil es doch alle so gemacht haben, weil es ein paar Cent teurer war, weil man alleine doch eh nichts hätte bewirken können, oder es irgendwie zu unbequem war? …

Dementsprechend habe ich einmal 10 Gute Vorsätze zusammengestellt. 10 Gute Vorsätze für die eigene Nase. Nur wer bei sich selbst anfängt kann andere überzeugen. Also überzeugt zuallererst euch selbst!
Hinter den Links findet ihr jeweils Artikel, die näher auf das Thema eingehen und weitere Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

1.) Kauf stattdessen Korrekte Klamotten

Du willst nicht, dass für deine Kleidung weiterhin Menschen ausgebeutet und misshandelt werden und sich für einen Hungerlohn auf Baumwollfeldern und in Sweatshops kaputt arbeiten? Du willst in deinen Klamotten keine gentechnisch veränderte Baumwolle, die unsere Konzerne in der ganzen Welt aggressiv vermarkten und unter anderem tausende indische Landwirte in den Selbstmord treibt? Du willst nicht, dass durch deine Kleidungsfabriken Flüsse vergiftet werden, die die Grundlage vieler Menschen und Ökosysteme sind? – Dann kauf den Scheiß nicht! Es war noch nie so einfach sich nahezu vollständig mit biofairen Klamotten einzudecken wie heute. Es ist längst nicht mehr der modische Supergau für radikale Ökolatzhosen. Der höhere Preis wird dir in der Regel auch durch längerer Haltbarkeit vergütet. Und höhere Nachfrage steigert das Angebot.

Mehr Infos und eine Liste mit guten Anbietern von korrekten Klamotten gibts im obersten Artikel:
Fair Trade Klamotten
Kinderarbeit in Usbekistan
Monsanto – Mit Gift und Genen

2.) Kaufen, tauschen und fördern von Secondhand

Was du nicht biofair bekommst, oder nicht leisten kannst, hol dir Secondhand. Das beutet niemanden mehr aus, selbst wenn es H&M ist, zusätzlich senkt es deine CO2-Bilanz. Und das gilt nicht nur für Kleidung. Einige Sachen sind einfach verdammt schwer bis unmöglich biofair zu kriegen, z.B. Handys und Computer. Die benötigten Rohstoffe sind das Öl im Feuer der blutigsten Kriege unserer Zeit. Muss es also wirklich immer neu sein? Muss es immer das neuste Feature haben? Die Halbwertszeit unserer elektrischen Geräte ist viel zu kurz!
Das goldene Konsumlamm und die Altkleiderlüge
Reparatur statt Neukauf
Weniger Konsum, mehr Leben!
Augen auf beim Handykauf

3.) Kauf Biofaire Lebensmittel

Sklaverei ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte. Immer noch arbeiten Sklaven auf Plantagen für unseren Wohlstand und billiges Essen, beispielsweise Kaffee, Bananen und Schokolade. Auch Fair gehandeltes Essen ist wichtig!
Industrielle Landwirtschaft vernichtet unsere wichtigsten Ressourcen, fruchtbare Böden und sauberes Wasser. Wir müssen hin zu einer Landwirtschaft im Gleichgewicht mit der Natur. Nur so können wir nachhaltig das Überleben auf unserem Planeten sichern.
Good Food – Bad Food

4.) Iss Weniger Fleisch

Art und Umfang der heutigen Fleischproduktion haben weitreichende globale Folgen! Unsere Art der Tierhaltung trägt, mit schätzungsweise 18 % der globalen Treibhausgase, ganz entscheidend zum Klimawandel bei. Die industrielle Tierhaltung ist das Gegenteil von artgerechter Haltung. Sie ist mit großem Tierleid und hohem Einsatz von Antibiotika verbunden. Eine Voraussetzung für Billigschnitzel in hiesigen Läden ist der massenhafte Import von Futtermitteln wie Soja. Ein Großteil davon aus Ländern, die die Flächen zur Ernährung der eigenen Bevölkerung dringend benötigen. Hunger in der Welt, Klimawandel, Artensterben und Tierleid erfordern zwingend ein Umsteuern bei Massentierhaltung und übermäßigem Fleischkonsum. Klasse statt Masse muss auch für jeden Einzelnen zum Prinzip werden.
Buchtipp: Tiere Essen
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Die Werktags-Vegetarier

5.) Wechsel deinen Stromanbieter

Es gibt keinen Grund mit dem Atomausstieg auf die Regierung zu warten. Und mit einem Wechsel von Atomstrom auf Kohle, wie ihn die großen Stromkonzerne betreiben haben wir nichts gewonnen und nur die Art des Risikos und der Umweltschäden verlagert. Also wechsel endlich deinen Strom- und Gasanbieter! Es gibt viele gute alternative Ökostromanbieter.
Atomausstieg selber machen! (externer Link)

6.) Wechsel zu einer guten Geldanlage

Große Banken und Geldinstitute von der Deutschen Bank (mit ihr die Postbank) über die Commerzbank bis hin zu den Sparkassen zugehörigen Deka Investmentfonds investieren dein Geld in Krieg, Armut, Klimawandel und Umweltzerstörung. Sie sind mitverantwortlich für die Finanzkrise und stellen ihren Profit weit über das Allgemeinwohl. Weg mit der Gier nach höheren Zinsen ermöglicht durch das Leid anderer! Schaff dein Geld zu einer Bank, die wirklich den Traum von einer besseren Welt teilt und real vorantreibt!
Krötenwanderung jetzt!

7.) Mach keinen Klimawandel

Mit verschiedenen technischen Versprechungen wird versucht uns vorzugaukeln, dass wir einfach so weiter machen könnten und wir den Ausstoß von Klimagasen auf technischem Wege reduzieren können. Das ist ein falscher Fortschrittsglaube! Der Stromverbrauch wird zwar pro Gerät immer geringer, dafür werden dann aber wesentlich mehr Geräte gebaut und verkauft. Mehr Windräder bedeuten erst einmal nur mehr CO2-Ausstoß! Sinn macht es erst, wenn anschließend auch Kohlekraftwerke vom Netz gehen! Mit einem “immer mehr” können wir den CO2-Austoß nicht senken und den Klimawandel nicht aufhalten! Nutze den CO2-Rechner und reduziere Jahr für Jahr deinen CO2-Ausstoß! Z.B. mit den anderen Vorsätzen und mit größtem Effekt durch den Verzicht aufs Fliegen!
Dein persönlicher Fußabdruck CO2
Weniger Konsum, mehr Leben!

8.) Steh auch dafür auf

Wenn du und ich soweit sind, dann ist schon eine Menge geschafft! Aber zum weltretten reicht es wohl noch nicht ganz, es muss wohl noch die ein oder der andere mitmachen. Also steh dafür auf! Sag deine Meinung, überzeuge andere, mach dein Kreuz an der besten Stelle und mach Druck. Geh auf die Straße, um deiner Forderung die nötige Aufmerksamkeit zu verleihen, damit sich was tut. Wieviele Aktionen und Demos dieses Jahr?
Artikelübersicht zu vergangenen und zukünftigen Demonstrationen

9.) Unterstütze wertvolle Arbeit

Du musst das Rad nicht immer neu erfinden. Es gibt viele tolle Menschen und Organisationen die gemeinsam mit dir an einer besseren Welt arbeiten. Wäre ein bisschen Zeit und Geld da an der richtigen Stelle nicht ganz gut investiert? Tritt bei und mach mit und/oder Spende Geld!
Spenden – Akt der Barmherzigkeit

10.) Immer fleißig mikrofairkeln

Und natürlich nicht vergessen, richtig wichtig, immer ordentlich mikrofairkel.de lesen, kommentieren, mitmachen und bewerben!
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