Public Eye Awards 2012

!!! Abstimmung nur noch bis 26. Januar 23:59 Uhr möglich !!!

Nur noch 24 Stunden Zeit für die Abstimmung über den fiesesten Konzern des Jahres! Die Public Eye Awards haben im Vergleich zum letzten Jahr schon einen enormen Zulauf bekommen. Für einen Negativpreis ist das wohl gleichbedeutend mit einer Erhöhung des Preisgeldes. Also noch einen Tag um den Konzernen das zukommen zu lassen, was sie verdienen, schnell abstimmen!

Nominiert sind dieses Jahr Syngenta, Freeport, Vale, Barclays, Tepco und Samsung.

Hier die Nominierungsvideos:

Public Eye Awards 2011

McDonalds und die Agrarindustrie

Ich wollte noch mal auf den Markencheck hinweisen der jetzt jede Woche montags um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen ist. Das schöne Konzept Markencheck, das ursprünglich nur beim WDR angesiedelt war und z.B. Tchibo und Ferrero getestet hat, ist jetzt mit den Blockbustern Lidl, McDonalds und H&M (nächsten Montag) bei der ARD an den Start gegangen. Und hatte damit gleich beim ersten Mal sensationelle Einschaltquoten, sehr erfreulich!

Für alle die es noch nicht gesehen haben, diese Woche war McDonalds an der Reihe. Wie ich fand, noch etwas zu weich angegangen, von den Auswirkungen hinter unseren Landesgrenzen leider keine Spur, aber seht selbst:

Massentierhaltung wird nur am Rande erwähnt, aber es wird klar, McDonalds kann nicht ohne die moderne und unwürdige Agrarindustrie. Nach den McDonalds Kriterien werden 19 Hühner auf 1m² gepfercht, “das System beruht auf maximaler Ausbeutung der Tiere”. Bei der Eierwahl greifen wir immer häufiger zur Freilandhaltung, bei der Wahl des Fast Foods tun wir uns da leider noch etwas schwer!

An den gesetzlichen Bestimmungen muss sich dringend etwas ändern! Die Politik darf sich nicht mehr von der Lobby der Agrarindustrie einlullen lassen und muss den Rahmen für eine gute Landwirtschaft schaffen. Eine Landwirtschaft die nicht flächendeckend Antibiotika einsetzt und dem Menschen resistente Krankheiten auf den Hals hetzt. Eine Landwirtschaft die das Tier wie ein Lebewesen behandelt. Eine Landwirtschaft ohne Gentechnik. Eine Landwirtschaft für die Zukunft, im Einklang mit dem Planeten. Dafür können wir diesen Samstag auf die Straße gehen! Ein breites Bündnis lädt unter dem Motto “Wir haben es satt” zur Demo nach Berlin, alle Infos hier Die Rednerliste verspricht viele gute Redebeiträge und Musik gibts von Dota und den Stadtpiraten.

10 Gute Vorsätze für die eigene Nase

Nach einer kleinen Winterpause meldet sich mikrofairkel.de wieder zu Wort. Nachdem wir alle den Dezember damit verbracht haben jeden Tag ein Video des mikrofairkel-Adventskalenders zu gucken, sind wir ja alle voller Tatendrang für das anstehende Jahr und weit darüber hinaus! Der Brauch sich zum Jahreswechsel gute Vorsätze zu machen ist da doch ein hervorragender Anlass die Empörung auch in die Tat umzusetzen. Jede und jeder einzelne kann ein Menge für die Umwelt, unsere Gesellschaft und unser aller Zukunft tun! Man muss nur irgendwann auch damit anfangen! Wer will sich schon später vorwerfen lassen, fleißig dabei gewesen zu sein, den Karren “Menschheit” bzw. den Karren “Planet Erde” (wider besseren Wissens) vor die Wand gesetzt zu haben? Nur weil es doch alle so gemacht haben, weil es ein paar Cent teurer war, weil man alleine doch eh nichts hätte bewirken können, oder es irgendwie zu unbequem war? …

Dementsprechend habe ich einmal 10 Gute Vorsätze zusammengestellt. 10 Gute Vorsätze für die eigene Nase. Nur wer bei sich selbst anfängt kann andere überzeugen. Also überzeugt zuallererst euch selbst!
Hinter den Links findet ihr jeweils Artikel, die näher auf das Thema eingehen und weitere Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

1.) Kauf stattdessen Korrekte Klamotten

Du willst nicht, dass für deine Kleidung weiterhin Menschen ausgebeutet und misshandelt werden und sich für einen Hungerlohn auf Baumwollfeldern und in Sweatshops kaputt arbeiten? Du willst in deinen Klamotten keine gentechnisch veränderte Baumwolle, die unsere Konzerne in der ganzen Welt aggressiv vermarkten und unter anderem tausende indische Landwirte in den Selbstmord treibt? Du willst nicht, dass durch deine Kleidungsfabriken Flüsse vergiftet werden, die die Grundlage vieler Menschen und Ökosysteme sind? – Dann kauf den Scheiß nicht! Es war noch nie so einfach sich nahezu vollständig mit biofairen Klamotten einzudecken wie heute. Es ist längst nicht mehr der modische Supergau für radikale Ökolatzhosen. Der höhere Preis wird dir in der Regel auch durch längerer Haltbarkeit vergütet. Und höhere Nachfrage steigert das Angebot.

Mehr Infos und eine Liste mit guten Anbietern von korrekten Klamotten gibts im obersten Artikel:
Fair Trade Klamotten
Kinderarbeit in Usbekistan
Monsanto – Mit Gift und Genen

2.) Kaufen, tauschen und fördern von Secondhand

Was du nicht biofair bekommst, oder nicht leisten kannst, hol dir Secondhand. Das beutet niemanden mehr aus, selbst wenn es H&M ist, zusätzlich senkt es deine CO2-Bilanz. Und das gilt nicht nur für Kleidung. Einige Sachen sind einfach verdammt schwer bis unmöglich biofair zu kriegen, z.B. Handys und Computer. Die benötigten Rohstoffe sind das Öl im Feuer der blutigsten Kriege unserer Zeit. Muss es also wirklich immer neu sein? Muss es immer das neuste Feature haben? Die Halbwertszeit unserer elektrischen Geräte ist viel zu kurz!
Das goldene Konsumlamm und die Altkleiderlüge
Reparatur statt Neukauf
Weniger Konsum, mehr Leben!
Augen auf beim Handykauf

3.) Kauf Biofaire Lebensmittel

Sklaverei ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte. Immer noch arbeiten Sklaven auf Plantagen für unseren Wohlstand und billiges Essen, beispielsweise Kaffee, Bananen und Schokolade. Auch Fair gehandeltes Essen ist wichtig!
Industrielle Landwirtschaft vernichtet unsere wichtigsten Ressourcen, fruchtbare Böden und sauberes Wasser. Wir müssen hin zu einer Landwirtschaft im Gleichgewicht mit der Natur. Nur so können wir nachhaltig das Überleben auf unserem Planeten sichern.
Good Food – Bad Food

4.) Iss Weniger Fleisch

Art und Umfang der heutigen Fleischproduktion haben weitreichende globale Folgen! Unsere Art der Tierhaltung trägt, mit schätzungsweise 18 % der globalen Treibhausgase, ganz entscheidend zum Klimawandel bei. Die industrielle Tierhaltung ist das Gegenteil von artgerechter Haltung. Sie ist mit großem Tierleid und hohem Einsatz von Antibiotika verbunden. Eine Voraussetzung für Billigschnitzel in hiesigen Läden ist der massenhafte Import von Futtermitteln wie Soja. Ein Großteil davon aus Ländern, die die Flächen zur Ernährung der eigenen Bevölkerung dringend benötigen. Hunger in der Welt, Klimawandel, Artensterben und Tierleid erfordern zwingend ein Umsteuern bei Massentierhaltung und übermäßigem Fleischkonsum. Klasse statt Masse muss auch für jeden Einzelnen zum Prinzip werden.
Buchtipp: Tiere Essen
Werde FlexitarierIn
Die Werktags-Vegetarier

5.) Wechsel deinen Stromanbieter

Es gibt keinen Grund mit dem Atomausstieg auf die Regierung zu warten. Und mit einem Wechsel von Atomstrom auf Kohle, wie ihn die großen Stromkonzerne betreiben haben wir nichts gewonnen und nur die Art des Risikos und der Umweltschäden verlagert. Also wechsel endlich deinen Strom- und Gasanbieter! Es gibt viele gute alternative Ökostromanbieter.
Atomausstieg selber machen! (externer Link)

6.) Wechsel zu einer guten Geldanlage

Große Banken und Geldinstitute von der Deutschen Bank (mit ihr die Postbank) über die Commerzbank bis hin zu den Sparkassen zugehörigen Deka Investmentfonds investieren dein Geld in Krieg, Armut, Klimawandel und Umweltzerstörung. Sie sind mitverantwortlich für die Finanzkrise und stellen ihren Profit weit über das Allgemeinwohl. Weg mit der Gier nach höheren Zinsen ermöglicht durch das Leid anderer! Schaff dein Geld zu einer Bank, die wirklich den Traum von einer besseren Welt teilt und real vorantreibt!
Krötenwanderung jetzt!

7.) Mach keinen Klimawandel

Mit verschiedenen technischen Versprechungen wird versucht uns vorzugaukeln, dass wir einfach so weiter machen könnten und wir den Ausstoß von Klimagasen auf technischem Wege reduzieren können. Das ist ein falscher Fortschrittsglaube! Der Stromverbrauch wird zwar pro Gerät immer geringer, dafür werden dann aber wesentlich mehr Geräte gebaut und verkauft. Mehr Windräder bedeuten erst einmal nur mehr CO2-Ausstoß! Sinn macht es erst, wenn anschließend auch Kohlekraftwerke vom Netz gehen! Mit einem “immer mehr” können wir den CO2-Austoß nicht senken und den Klimawandel nicht aufhalten! Nutze den CO2-Rechner und reduziere Jahr für Jahr deinen CO2-Ausstoß! Z.B. mit den anderen Vorsätzen und mit größtem Effekt durch den Verzicht aufs Fliegen!
Dein persönlicher Fußabdruck CO2
Weniger Konsum, mehr Leben!

8.) Steh auch dafür auf

Wenn du und ich soweit sind, dann ist schon eine Menge geschafft! Aber zum weltretten reicht es wohl noch nicht ganz, es muss wohl noch die ein oder der andere mitmachen. Also steh dafür auf! Sag deine Meinung, überzeuge andere, mach dein Kreuz an der besten Stelle und mach Druck. Geh auf die Straße, um deiner Forderung die nötige Aufmerksamkeit zu verleihen, damit sich was tut. Wieviele Aktionen und Demos dieses Jahr?
Artikelübersicht zu vergangenen und zukünftigen Demonstrationen

9.) Unterstütze wertvolle Arbeit

Du musst das Rad nicht immer neu erfinden. Es gibt viele tolle Menschen und Organisationen die gemeinsam mit dir an einer besseren Welt arbeiten. Wäre ein bisschen Zeit und Geld da an der richtigen Stelle nicht ganz gut investiert? Tritt bei und mach mit und/oder Spende Geld!
Spenden – Akt der Barmherzigkeit

10.) Immer fleißig mikrofairkeln

Und natürlich nicht vergessen, richtig wichtig, immer ordentlich mikrofairkel.de lesen, kommentieren, mitmachen und bewerben!
mikrofairkel.de | Hall of Shame | Video-Kanal | RSS-Feed | Twitter

mikrofairkel – Video – Adventskalender

Hohoho!

Wir haben euch einen schönen Adventskalender zusammengestellt mit einer kleinen Auswahl sehenswerter Videos der letzten Zeit. Jeden Tag schalten wir ein weiteres Türchen frei. So könnt ihr dann richtig in die schönste Konsumzeit des Jahres einsteigen! Tiefergehende Infos zu den Videos findet ihr dann in der Regel in unserer, inzwischen recht sehenswerten, Hall of Shame.

Manchmal sind es evtl nur kurze Ausschnitte oder Trailer, in diesem Falle findet ihr den ganzen Film dann im mikrofairkel-Kanal.



















 

 

 

 

 

 

 

Europa der Menschenrechte?

Hat es jemand gemerkt? Vorgestern war der internationale Tag der Menschenrechte. Eine Gute Gelegenheit sich einmal mehr an die eigene Nase zu fassen. Eine kurze Einführung:

Hauptverantwortlich für die Einhaltung der Menschenrechte, sowie für das Schaffen von Bedingungen unter denen sich die Menschenrechte verwirklichen lassen, sind die Staaten.

“Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Artikel 14: Asylrecht

(1) Jeder Mensch hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgungen Asyl zu suchen und zu genießen. (…)”

Ist dieses Recht wohl gewahrt, wenn wir es mit aller Macht verhindern, das Menschen ihren Fuß auf europäischen und deutschen Boden setzen und auch die geringste Chance haben, das Wort “Asyl” auszusprechen? Im Manifest für ein Europa der Humanität und Solidarität steht so schön geschrieben: “Doch muss sich eine Welt, die sich der Demokratie verpflichtet, daran messen lassen, wie sie mit der Migration umgeht.” Haben wir uns nicht den Menschenrechten verpflichtet? Die deutsche und europäische Migrationspolitik verstößt nicht nur gegen Artikel 14. Unter vielen anderen zum Beispiel:

Artikel 3: Recht auf Leben und Freiheit
Artikel 9: Schutz vor Verhaftung und Ausweisung
Artikel 13: Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit
Artikel 15: Recht auf Staatsangehörigkeit

Rechtspopulistische und fremdenfeindliche Phrasen stecken in viel zu vielen Köpfen, selbst in solchen, die sich niemals rechtes Gedankengut eingestehen würden: “Wir können doch nicht alle kommen lassen” oder “Deutschland schafft sich ab”. In was für einem Deutschland, in was für einem Europa willst du denn leben? Ein Bündnis von NGOs hat das wirklich lesenswerte Manifest für ein Europa der Humanität und Solidarität geschrieben. In so einem Europa möchte ich leben! Kein Europa der Mauern und Zäune und davor das größte Massengrab der Welt! Bis wir in einem solchen Europa leben ist noch ein weiter Weg und jede einzelne Unterschrift unter diesem Manifest gibt ihm auf diesem Weg etwas mehr Gewicht! Sag der Politik, in was für einem Europa du leben willst! Hier kannst du unterzeichnen!

Letzte Ausfahrt Klimakonferenz in Durban!

Während wir alle voll und ganz mit unserem Geld beschäftigt sind und nichts als Wirtschafts-, Finanz- und Eurokrise im Kopf haben, findet 9378 km von hier entfernt, von uns fast unbemerkt, eine der wichtigsten Konferenzen für die Zukunft von Menschheit und Planet statt! Auf der UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban streiten die Regierungen dieser Welt um Klimaerwärmung, CO2-Emissionen, verbindliche Ziele, Fortsetzung von Kyoto, viel Geld … und unsere Zukunft. Durch herbe Enttäuschungen bei vorangegangenen Verhandlungen haben sie es geschafft, dass wir wenig Hoffnung und Interesse für die Jetztige haben.

Aber dazu dürfen wir es nicht kommen lassen! Wenn die Zivilbevölkerung nicht hinschaut, wird es ein klamheimliches Scheitern der Verhandlungen, ganz im Sinne großer heimischer Industriezweige und fadenscheiniger nationaler Interessen geben. Wenn unsere Regierungen sich bewegen sollen, müssen sie uns im Nacken haben. Sie sollen wissen, dass wir sie für ein Scheitern der Verhandlungen verantwortlich machen würden!

Überraschender Weise hat China nun Bereitschaft signalisiert, sich unter bestimmten Bedingungen auf ein verbindliches Abkommen einzulassen (Artikel Süddeutsche). Nutzen wir diesen Funken Hoffnung und erhöhen den Druck von unten!

Avaaz hat noch für 48 Stunden eine Online-Petition an die Entscheidungsträger von EU, Brasilien und China laufen, schnell unterzeichnen und weiterleiten!

Ansonsten ist es auch immer gut sich an die eigene Nase zu fassen. Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, bis 2020 10% weniger Strom zu verbrauchen. Ein gutes Ziel, denn keinerlei Effizienzsteigerung hat einen Sinn, wenn in der Folge trotzdem mehr Strom verbraucht wird. Doch leider folgen dieser Ankündigung bisher keine Taten. Schließ dich einer Aktion vom BUND an und schreib eine Mail an Merkel:

Und sonst noch irgendeine Schnarchnase immer noch nicht zu richtigem Ökostrom gewechselt? Hier gibts alle Infos und gute Anbieter: Atomausstieg selber machen! (könnte auch heißen: selbst weniger zum Klimawandel beitragen)

Mehr Infos und Videos in den Kommentaren.

Mach die Augen nicht zu! Tu was!

Ja zur Volksabstimmung Stuttgart 21

Morgen, am Sonntag den 27.11., steht in Baden-Württemberg per Volksabstimmung die Entscheidung für oder gegen Stuttgart 21 an. Als Nicht-Bawüler darf ich leider nicht mitstimmen, will aber noch einmal alle, die es dürfen, unbedingt an die Wahlurnen rufen! “JA” zum Volksentscheid!

Auch wenn ihr euch noch nicht schlussendlich zu einer Entscheidung für oder gegen einen Kopfbahnhof durchgerungen habt, geht zur Abstimmung! Denn es geht um viel mehr, als nur um die Entscheidung, ob der Bahnhof unter oder über der Erde ist. Es geht darum, dass ein eindeutiges Zeichen gesetzt wird. Ein Zeichen gegen eine Politik, in der Großprojekte in kleinen Hinterzimmern ausgeklüngelt, mit niedrigen Kostenversprechungen durchgewunken und dann zügig Fakten geschaffen werden. Anschließend steigen “ganz unvorhergesehen” die Kosten und WIR zahlen drauf!

Diese, leider etwas späte, Abstimmung ist gutes Stück Demokratie! Warum so viel Geld unter der Erde verbuddeln, wenn gleichzeitig einmal mehr die Preise für den Nahverkehr steigen?! Das Argument “wir hätten jetzt schon soviel investiert, jetzt abzubrechen wäre Verschwendung” ist ein billiger Werbepsychologischer Trick. Nur weil schon Geld verschwendet wurde, hilft es nichts, wenn wir jetzt noch mehr Geld hinterherschmeißen!

Leider geht nicht nur darum, eine Mehrheit zu bekommen, das nötige Quorum ist nicht leicht zu knacken. Also nehmt eure Freundinnen untern Arm. Mehr Infos gibts z.B. bei Campact unter mitjastimmen.de

Das goldene Konsumlamm und die Altkleiderlüge

Durch immer weiter sinkende Preise für Kleidung und ständig wechselnde Modetrends ist der Kleidungskonsum enorm gestiegen. Wenn die Klamotten dann nicht mehr getragen werden und aus dem Kleiderschrank fliegen, sind sie meist noch in gutem Zustand. Die Kleidung direkt in den Hausmüll zu befördern würde eine enorme Verschwendung von Ressourcen bedeuten. Was also tun? Konsum und Entsorgung ändern! Einige Vorschläge:

1.) Billigkleidung hinterfragen. Billig hat immer seinen Preis. Nicht nur die meist schlechtere Qualität und kürzere Lebensdauer. Wer zahlt für deinen billigen Einkauf? Ausbeutung bei Anbau und Produktion, niedrige Löhne beim Verkauf, Umweltverschmutzung, usw…

2.) Weniger kaufen und länger tragen. Wir wissen, dass wir zu viele Ressourcen verbrauchen und zu viel CO2 produzieren, schaffen aber keine Reduzierung. Dabei ist die Rechnung wirklich so einfach: Weniger Konsum = weniger Ressourcenverbrauch und CO2-Produktion. Wird uns aber nicht vorgerechnet, weil wir noch das goldene Lamm “Wirtschaftswachstum” anbeten.

3.) Bewusst einkaufen. Wenn wir weniger kaufen und länger tragen, können wir dafür auch teurere und dafür langlebigere, fair und ökologisch produzierte Ware nehmen.

4.) Secondhand kaufen. Es gibt wesentlich mehr Altkleider als Secondhand-Nachfrage. Nur wenn die Nachfrage nach Secondhand steigt, kann dieser ressourcenschonende Wirtschaftszweig wirklich wachsen. Secondhand ist das beste Recycling!

5.) Gute Entsorgung. Kleidung im Bekanntenkreis weitergeben, Kleidertauschaktionen mit Freunden organisieren, an soziale Einrichtungen und Kleiderkammern abgeben. Was dann noch übrig ist am besten zum Secondhand-Laden bringen oder in die Altkleidersammlung.

Doch gerade die sind mit Vorsicht zu genießen, bei den meisten Altkleidersammlungen handelt es sich um rein kommerzielle Anbieter:


(via Konsumpf.de)

Das Deutsche Rote Kreuz hat dazu bereits eine Stellungnahme veröffentlicht.

Der Dachverband FairWertung fordert ein transparentes und sozialverträgliches Vorgehen bei Altkleidersammlungen. Dieser sieht den Vorwurf der Zerstörung lokaler Produktion nach eingehender Prüfung etwas diffenzierter als die Doku und empfiehlt vertrauenswürdige Altkleidersammlungen in der Nähe. Für Bielefeld ist das die Brockensammlung in Bethel und die Recyclingbörse.

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Für eine neue Bleiberechtsregelung

Durch den Druck aus der Zivilgesellschaft werden die Innenminister der Länder alle Jahre wieder dazu bewegt eine Bleiberechtsregelung zu schaffen um Abschiebungen zu verhindern, die so absurd sind, dass sie gegen jegliche Menschlichkeit verstoßen. Zum Beispiel: Hier geboren, deutsch ist die Muttersprache, perfekt integriert, zur Schule gegangen, arbeitet, zahlt Steuern … soll abgeschoben werden. Da selbst die christlichen Werte der CDU, sowie die Sozialen der SPD und ihrer jeweiligen Wähler bei solchen Fällen Alarm schlagen, wird dann eine Regelung geschaffen, die genau diesem Personenkreis ein Bleiberecht sichert. Wohlgemerkt Bleiberecht, nicht zwangsläufig Staatsbürgerschaft.

Kleiner Exkurs:
“Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Artikel 15: Recht auf Staatsangehörigkeit

(1) Jeder Mensch hat Anspruch auf eine Staatsangehörigkeit. (…)”

Wenn ein Mensch in keinem anderen Staat so gut integriert ist, wie in unserem, nach welchem Recht verwehren wir ihr oder ihm dann eine deutsche Staatsangehörigkeit? Oder betrachten wir die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte mehr als eine Art Richtlinie auf die wir hinarbeiten wenn es gerade passt?

Jetzt haben wir also viele kleine Bleiberechtsregelungen, die speziellen Personenkreisen ein Bleiberecht zugestehen, ab bestimmten Stichtagen der Einreise, bestimmten Altersgruppen, etc. Soweit sogut. Das führt aber zwangsläufig dazu, dass Menschen abgeschoben werden sollen, die z.B. 3 Tage zu spät eingereist sind, oder 3 Tage zu alt. Es gibt keine logische/humanitäre/gerechte Begründung dafür, warum diesen Personen ein Bleiberecht versagt wird.

Doch scheinbar haben die Innenminister von CDU und SPD große Angst davor, als Einwanderungsfreund da zu stehen und Wähler vom rechten Rand zu verlieren. Stellen wir dieser Angst den Druck aus der Zivilgesellschaft entgegen! Sie sollen sich endlich wieder mehr auf ihre christlichen und sozialen Werte besinnen, anstatt Prozente vom rechten Rand zu fischen!

Appelliere mit PRO ASYL an die Innenminister,
endlich eine großzügige und humane Lösung zu schaffen!

zur Email-Aktion „Für eine neue Bleiberechtsregelung!“

Zwei Bleiberechtsregelungen, ein Verlängerungsbeschluss, eine Bleiberechtsregelung für Jugendliche – und immer noch leben 75.000 Menschen seit mehr als sechs Jahren ohne Aufenthaltsrecht in Deutschland. (…) Menschen, die gezwungen sind, ein Leben auf Abruf zu führen. Sie alle bleiben von den bisherigen Regelungen ausgeschlossen – aus absurden und inhumanen Gründen: Für das geltende Bleiberecht sind sie zu alt, zu jung, zu arm, zu krank.

Am 8. und 9. Dezember 2011 tagen die Innenminister der Bundesländer. Das Thema Bleiberecht muss dort auf die Tagesordnung! Wir fordern die Innenminister auf, eine Regelung zu schaffen, die den vielen Menschen ohne sicheren Aufenthalt endlich eine Lebensperspektive bietet. Wer lange hier lebt, muss bleiben dürfen! Alte, kranke und arme Menschen dürfen vom Bleiberecht nicht ausgeschlossen werden!

Mehr Informationen zum Thema Bleiberecht (…) unter
http://www.proasyl.de/de/themen/bleiberecht/

(PRO ASYL)

Banken in die Schranken! #OccupyTogether

Für alle die es noch nicht in den Comments des letzten Artikels gefunden haben, hier links noch einmal der Aufruf zur Unterschriftenaktion von Campact und Attac. Im Gegensatz zu den inhaltlich oft schwer zu erfassenden und vielfältigen Protesten, stehen hier klare Forderungen weiß auf lila. Adressiert an Frau Merkel und Schäuble. Gerade wo jetzt so viele Politiker auf Kuschelkurs mit der Protestbewegung gehen, müssen sie sich hier dann auch klar inhaltlich positionieren: Banken verkleinern, Finanztransaktionssteuer einführen, Finanzmarkt übersichtlicher machen, Profiteure des Kasinos haften lassen! Fleißig unterschreiben und weitersagen!

Attac hat sich vor über 10 Jahren gegründet, mit der Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer. Damals wurden sie dafür verlacht, doch der Lauf der Dinge hat ihnen Recht gegeben. Dadurch sind sie inzwischen ein bedeutsamer politischer Akteur geworden und zum Motor der aktuellen Proteste. Wir brauchen eine starke Lobby, die gegen die Finanzindustrie in den Ring steigt! Attac unterstützen, Mitglied werden! “Globalisierung (inkl. der Finanzmärkte) ist kein Schicksal – Eine andere Welt ist möglich!”

Die nächste große Aktion wird am 12. November stattfinden. Mit tausenden von Demonstranten wollen wir das Frankfurter Banken- und das Berliner Regierungsviertel mit je einer Menschenkette umzingeln!
Freut mich, dass wir jetzt die ganzen lokalen Bündnisse zu zwei zentralen Aktionsorten zusammenholen!


Bis dahin, für alle lokalen Leser, sei auf das okkupierende Picknick am Samstag hingewiesen. Rathausplatz Bielefeld – Samstag den 29.10., 13 Uhr – Decken, Essen und freie Gedanken mitbringen!

Occupy Together | Occupy Deutschland | Occupy Bielefeld
Aufruf von Attac und Campact

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